Im Jahre 1992 kam ich das Erste mal mit elektronischer Musik in Kontakt. Am meisten hatten es mir zu dieser Zeit die THUNDERDOME Compilations von ID&T angetan (welche dann auch bis ca. 2002 fleißig weiter gesammelt wurden). Logischerweise war das reine Sammeln dieser CDs mit der Zeit etwas öde und so beschloss ich, selbst einmal das zu probieren was ich zuvor nur von Partyvideos kannte.
Allen Anfangs (ich glaub es war 1995) hatte ich dann auch endlich meinen ersten eigenen PC (x286 25mhz 8 MB RAM). Mit diesem Gerät ging noch nicht wirklich viel. Also wurde dieser PC + 2 Discmans per Extremer Kabelmisshandlung an drei AUX-Eingänge dreier Anlagen geknüppelt. Die Ausgänge dieser 3 Anlagen wurden zu einem geknotet...FERTIG! Nun konnte ich per Lautstärkereglung der jeweiligen Anlage irgendwie probieren zu mixen (Not macht erfinderisch).
1997 bekam ich dann endlich meinen ersten 4 Kanal Mixer (CONRAD SOUNDCRAFT). Eine Sorge weniger. Mit diesem Teil und den Discmans kam ich auf div. Schulveranstaltungen und Homepartys der ganzen Sache schon näher. Was die musikalische Entwicklung und Prägung angeht, hatte ich zu dieser Zeit nur HARDCORE, GABBER, SPEEDCORE im Kopf. Mein Traum war es damals und ist es auch teils Heute noch irgendwann mal auf so einer Veranstaltung wie THUNDERDOME, MYSTERYLAND etc. aufzulegen.
Mein erstes Musikprogramm (Fasttracker) und meine ersten Turntables (Gemini XL500) bekam ich im Jahr 1998. Um überhaupt Töne aus diesem Tracker zu bekommen, schnitt ich mir einfach einzelne Samples, Synth und Percussions von o.g. Compilations heraus und bastelte erste Lieder (versuchte es zumindest). Ende 98 fand ich dann auch endlich einen Plattendealer der Hardcorevinyls vertreibt. Und somit konnte es los gehen. 1998 war ich auch das Erste mal auf der Loveparade, welche mich gleich in Ihren Bann zog.
Nach nun immer mehr werdenden Schul-. und Privatauftritten, hatte ich mir im Jahre 1999 endlich einen Namen in meinem Umfeld gemacht. Und so merkwürdig mir das Heute vorkommt, jeder damals liebte auf einmal Hardcore. So kam es das ich dann 99 auch mein erstes Booking im WERK II hatte. Die Party hieß Around the Rave, und ich war für den Gabberpart dieser Party zuständig. Produzententechnisch war zu dieser Zeit nicht viel los.
Dies änderte sich im Jahre 2000 als ich auf DJ Da Pill (Heute Phil J. von Steinkind) traf. Er gab mir sehr hilfreiche Tipps, was das auflegen und produzieren betraf. Aus dieser Freundschaft und dem Zusammenspiel entstand im selben Jahr noch ein DJ-Team, welches zumindest den Osten von Deutschland auf div. Undergroundpartys mit dem Dutchway of Hardcore abdeckte. Mit Phill fing ich dann auch an zu produzieren und unsere Tracks schlugen in der Happy-Hardcoreszene des Ostens sofort ein. Leider kam aber bis zum darauf folgenden Jahr nie ein Track von uns offiziell Raus (wir kannten wohl zu wenig Labels).
Nach nächtelangem Producen und zahlreichen Bookings, gab es dann Ende 2001 mein erstes offizielles Release. Die Hymne Underground Hardcore zur gleichnamigen Party auf der Compilation UNDERGROUND HARDCORE (UHCD1).
Im Jahre 2002 gingen die Bookings auf einschlägigen Corepartys und das Producing weiter und ich begab mich zu meinen Wurzeln zurück, dem HAPPY HARDCORE! In diesem Jahr lernte ich dann auch Messiah Inc. kennen. Durch die Zusammenarbeit und zahlreichen Remixprojekten mit Messiah verlor ich dann auch sehr bald meinen Tunnelblick (ONLY HARDCORE!). Ich kreierte den Track KYU ROCK (Hardcore mit Tranceelementen).
Dieser und darauf folgende Tracks (leider alle ohne offizielle Vö) kamen so gut an, dass ich über die Grenzen von Ostdeutschland hinausschoss (OHNE I-NET nur durch PROMO-CDs) und 2003 einen Gig im Nachtwerk-Club München hatte.
2004 folgten dann neben einigen Gigs in div. Bunkern, weitere Auftritte auf Gabberpartys im Süden Deutschlands.
Auf diesen Bunkerpartys (Veranstalter TTT-Club) wurde ich dann 2005 neben B.A. (HAKKE CHEMNITZ) zum offiziellen Hardcore & Gabber Resident-DJ benannt.
Im Jahre 2006 wurde ich dann von THORNTREE RECORDS auf einen etwas älteren Trance-Track von mir angesprochen. Ich machte eine 2006er Version daraus (Inspiriert durch Tracks von Armin van Buuren). Das Ergebnis ist auf der CD 1000% TRANCE (THORN1004) zu hören, unter dem Pseudonym DJ Umbrella. Außerdem machte ich in diesem Jahr auch noch einen offiziellen Remix für SPEEDHASTE (GOING THRU MY BRAIN Sacrifice Rmx).
Nach vielen weiteren Gigs im Bereich Hardcore, wurde ich dann im Jahre 2007 in den GABBER TANZSPORTVEREIN LEIPZIG 1992 e.V. aufgenommen, und bin seit diesem Zeitpunkt auch als Resident DJ für den Bereich Oldshool und Newshool-Gabber auf Partys verantwortlich. Des weiteren habe ich im Jahre 2007 festgestellt das einiges vom damals so genannten NEWSTYLE (in Holland) wieder gekehrt ist. Unter dem Namen JUMPSTYLE. Auf Grund der vielen mir bekannten Elemente dieses Styles, wurden von mir 5 Tracks (davon einer mit Messiah Inc.) im November 2007 auf THORNTREE RECORDS veröffentlicht. Einer meiner zahlreichen Speedcoretracks von mir, kam fast zeitgleich auf den Markt. Und zwar der Track 900 FEAT WEAPON MEDLEY (DARKSPELL RECORDS). Ende 2007 bekam ich dann die Anfrage der Jumpcrew Leipzig ob ich auf ihren Partys auflegen möchte.
2008 erscheinen weitere fünf offizielle Tracks von mir (Hardstyle). Einer davon mit Messiah Inc. Als im Januar 2008 Messiah und mir die Frage gestellt wurde, ob wir an einem Projekt Namens Jump Ahead interessiert wären sagten wir zu und Producten und Remixten was das Zeug hielt unter anderem auch für Mark‘ Oh und L’ame Immortelle. Jump Ahead war aus meiner Sicht ein voller wenn auch recht kurzer Erfolg. Unser erstes Release Better Jump schlug ein wie eine Bombe. Wir spielten z.b. vor 6000 Leuten in der Ziegelei Sierksrade, Queens Lübeck, A1 Dortmund usw. Leider steckte der verantwortliche unsere Bookingagentur in argen Privaten Problemen, welche dieses Projekt leider sehr schnell wieder zu Fall brachten. Noch im selben Jahr Produzierte ich einen Gabbertrack namens Geile Ficksau mit Patrick Jumpen.
2009 und 2010 verliefen bis auf eine Mix-CD namens “1000% Hardstyle in the Mix” relativ ruhig der Hype um Jumpstyle war abgeflaut. In diesem Jahr brachte ich auch eine Doppel-CD mit 66 meiner eigenen Tracks von mir gemixt 4free raus. Mit Oldshool und Mainstyle Rockte ich in diesen Jahren unter anderem Clubs in Berlin, Wildau, Halle und München. Des weiteren entstand 2010 auch noch das Projekt Markus Willowman, welches die bereiche Electro/Trance abdeckt. Im Juni 2010 erschien dann auch die erste Single namen Tunes of Seraph auf Subzone Records Blue. Pünktlich zum Release erschien auch das dazugehörige Musikvideo (Mein erstes offizielles). Die Mixreihe E-Tunez unter dem Namen Markus Willowman sind sehr durchwachsen und reichen von Vocal-Trance bis Hardelectro bzw. NuRave und sind auf der Homepage www.markus-willowman.de erhältlich.
2011 Hies es dann back 2 the roots und ich widmete mich wieder zu 100% dem Hardcore. In diesem jahr entdeckte ich auch das Mixen mit Timecodevinyls für mich. Auf Subzone Records Red erschien eine 4-Track-E.P. von mir namens “A Decade”. Einen Monat später dann auch der Track “Leipzig Terror Squad” zusammen mit Disco Cunt. Auserdem entstand der Kontakt zu einem alten bekannten Phill J. (Da Pill) wieder. Mit ihm gründete ich aufgrund der gemeinsamen Leidenschaft zum Oldshoolsound das Projekt “Coreperation Project”. Unter den Namen Da Pill & DJ Sacrifice kam im Oktober ein Remix auf die aktuelle Single von Steinkind “Es Wird Zeit”.
REFFERENZEN: Werk II Leipzig, Zoro Leipzig, Nachtwerk Club Munich, Bunker Dolsenhain, Cultureproject Munich,
Triebwerk Dresden, Pfaffendorfer Str. Leipzig, ehem. Militärgelände Dolsenhain, Cult Neukirchen, Beatgallery Leipzig,
Zentralstadion (Turm) Leipzig, Tom Tom Leipzig, BPM Club Zwickau, Fuckparade Berlin, Soundterror Radio,
Kosmospolitan Leipzig, Club Gaya Leipzig, Queens Lübeck, Ziegelei Sierksrade, Flash Halle, Gigaparc Dülmen, Event-Arena Spornitz, Alte Brikettfabrik Neukirchen, Radio OK Jena, Speicher Rostock, Aqua Club Wildau, Fabrix Werdau, Rele' Zella-Mehlis, Darkside Club Munich, Pappenwerk Halle...
Sacrifice, The Coreperation Project, S4cr1f1c3, Markus Willowman, Club Division, Sidechainjunkies, Jump Ahead, Umbrella, Sven Markus W, Shörm, Headsuckers, H-Pac, D-Joy, MC Web, German Gabber Guys, Bass Swingers.